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Ein Hilferuf aus dem Steyrtal

Tonnenschweren Sattelzüge verlassen die A1 in Haag und fahren in Klaus a.d. Pyhrn auf die A9 wieder auf. Auch die Linzer meiden die Autobahn und kommen von Waldneukirchen durchs Steyrtal.

So sparen sie etwa 35 km und rattern mit hohen Geschwindigkeiten durch die kleinen Ortschaften, verpesten die Luft und belasten Mensch, Tier und Umwelt. Paradox, dass die dafür ausgelegten Autobahnen gemieden werden und dafür die Landesstrassen ruiniert werden, umso häufiger durch die öffentliche Hand saniert werden und großräumig ausgebaut werden müssen. Laut Verkehrszählung am Tunnelportal Grünburg lag der Tagesdurchschnittsverkehr 2025 bei rund 7.000 Fahrzeugen. 

Lärm, Staub, alles egal, Hauptsache wir machen’s dem Transit leicht…

Nicht umsonst wurde in Sierning die Zufahrt ins Steyrtal insbesondere für den Schwerverkehr, die sog. Sierninger-Kreuzung auf das Großzügigste mehrspurig verbaut, vielleicht hätte dort eine Radarstation (70km/h) und ein echtes Fahrverbot für den Transit ausgereicht, wer weiß. Ein derart großspuriges Projekt hat dem vielzitierten Bodenfraß jedenfalls einen Gefallen getan.

Radarstationen – auch beim neuen Ausbau der B140 in Obergrünburg, Leonstein und manch anderen Orten würden auch dort die Umwelt weniger belasten . Bremsen – Gas – Bremsen ab 4.00 Uhr früh durch die Ortschaften!

Schützt endlich auch die Menschen und nicht nur DIE Wirtschaft, die ohne uns Menschen, wie man zu Coronazeiten sehen konnte, nichts ist.

„Das Steyrtal darf nicht Brenner 2.0 werden“, betonen die Organisatoren. In Kooperation mit der Klimaschutzgruppe „dahuatbrennt“ und der Bürgerplattform „Pro Natur Steyrtal“ lädt das Fachteam „Schöpfungsgerechtigkeit“ der Pfarrgemeinde Leonstein am Mittwoch, 22. April, um 19.00 Uhr zu einem Informations- und Diskussionsabend im Pfarrheim Leonstein ein.

„Es geht um ein Thema, das alle im Steyrtal betrifft: den Durchzugsverkehr, der durch einen letzten Lückenschluss in Form der Westspange in Steyr zunehmen könnte“, sagt Marilies Eckhart vom Seelsorge-Team.